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GAIA Retsina Ritinitis Nobilis
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Griechenland als Weinland

Vermutlich aus Ägypten "importiert", wurden Reben bereits im 15. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland kultiviert. Der Wein bekam einen hohen Stellenwert im antiken Griechenland, war er doch nicht nur beim einfachen Volk, sondern auch bei den Herrschern und den Philosophen beliebt. Sogar im medizinischen Bereich wurde mit Wein experimentiert. Auf der griechischen Insel Kos, setzte Hippokrates im 5. Jahrhundert v. Chr., Wein zu Heilzwecken ein. In solchen Fällen wurde er unverdünnt verabreicht, während er sonst mit Wasser verdünnt getrunken wurde. Wie wichtig Wein war, zeigt sich dadurch, dass Dionysos, der bereits als Gott für die Fruchtbarkeit zuständig war, zum Gott des Weines "auserkoren" wurde. Ein anderes Indiz für den Stellenwert des Weins in der Antike, ist die häufige Darstellung von Wein- bzw. Weinbehältern auf Tongefäßen sowie auf Münzen.

Wein wurde in Ton- Amphoren gelagert. Als Verschluss diente ein Holzdeckel. Die Innenseite der Behälter wurde entweder mit Teer oder mit Harz abgedichtet. Vermutlich war dies die Geburtsstunde des "Retsina". Die erste geschützte Ursprungsbezeichnung stammt von der Insel Thassos, aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Amphoren- Deckel wurden versiegelt, um Fälschungen zu verhindern.

Die Ausbreitung der Weinreben in die benachbarten Mittelmeerländer erfolgte im Zuge der griechischen Eroberungszüge, zuerst in Süditalien und Südfrankreich. Gleichzeitig verlor der Wein in Griechenland langsam aber stetig seine Bedeutung. Mönchen ist die Fortführung der Weinkultur zu verdanken, waren sie es, die in ihren Klostergärten die Weinreben weiter pflegten und Wein herstellten. Nach der griechischen Revolution im Jahr 1821, erlebte der Weinbau eine Renaissance. Inwischen bediente man sich neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse beim Anbau und Ausbau.

Die in ganz Europa ausgebreitete Phyloxera -einer Reblaus, welche den Saft aus den Wurzeln aussaugt- Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch noch Mitte des 20. Jahrhunderts, hatte neue Rückschläge zur Folge. In Griechenland sind nur 2 Inseln von der Asbreitung der Phyloxera verschont worden: Santorin und Paros.

Im 20. Jahrhundert wurde der Weinbau durch Achaia Clauss, Boutaris, Kambas, Kourtakis und Tsantalis geprägt. Kleine, privat geführte Weingüter, die eine gute Weinqualität herstellten, waren rar. Eine erstaunliche und positive Entwicklung ist jedoch in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen. In der Zeit entstanden viele neue Weingüter, von engagierten Winzern geführt. Sie sind selbst -oder beschäftigen oft- ambitionierte Önologen, die ihr Handwerk im Bordeaux gelernt haben, und das selbstbewusste Ziel haben, Weine von außerordentlicher Qualität zu vinifizieren. Lassen Sie und diese probieren!

Copyright 2003 © by Alexander Zorbas